Google hat ein Herz für Kiffer

Facebooks seltsamer Umgang mit der Meinungsfreiheit

fb-tall-5Sowas passiert, wenn man mit aller Gewalt den angesagtesten Modetrends hinterher hechelt oder die Firmenpolitik nach dem Wetterbericht ausrichtet und dabei vergisst, aus welchem Stall man kommt.

Bei Facebook scheint man vergessen zu haben, dass man aus einem amerikanischen Bundesstaat kommt, in dem seit 1996 Kiffen, zumindest zu medizinischen Zwecken, erlaubt ist. So verwundert es, dass gerade bei Facebook eine Kampagne zum Legalisieren von Haschisch massiv blockiert wird.

Kurz zum Hintergrund: Im Bundesstaat Californien ist seit 1996 der Konsum von Haschisch zu medizinischen Zwecken erlaubt. Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat eine politische Diskussion gestartet mit dem Ziel, den Konsum generell zu erlauben, auch um die Marode Staatskasse zu sanieren.  Einige Parteien und Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs), sowie Bürgervereinigungen verbreiten ihre Meinungen pro und contra im Internet und eben auch via Facebook.

"By censoring marijuana leaves, Facebook is banning political speech. This is unfair, and unacceptable," reads the petition. "Facebook should reverse its decision and allow the free discussion of U.S. drug policy that the country is ready for."

Den gesamten Hintergrund, die Motivation der einzelnen Parteien und Gruppierungen, aber auch einen kritischen Bericht über die Art und Weise, wie Facebook mit dem Begriff Meinungsfreiheit umgeht, war in der HuffingtonPost ausführlich geschildert. Nach dem Artikel erklärte eine Sprecherin von Facebook per eMail gegenüber HuffingtonPost “We don’t allow any images of drugs, drug paraphernalia, or tobacco in ad images on Facebook,” (“Wir erlauben keine Images von Rauschgiften, Rauschgift-Zubehör, oder Tabak in Anzeige-Images auf Facebook").

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Während ich mir die gefundenen Seiten in aller Ruhe anschaue, versuche ich bei einer Zigarette heraus zu finden, was die gute Frau wohl mit ihrer Erklärung ausdrücken wollte.

Allerdings fallen mir zu Facebooks Fan-Seiten Politik noch zwei Fragen ein.

Ist es Facebook-Politik, auf Fan-Seiten Todeslisten zu gestatten? Colombia Reports  berichtete am 23.08.2010, CNN berichtete am 24.08.2010.

Ist es Facebook-Politik, Nord Korea eine Plattform zur Agitation gegen Süd Korea und Amerika zu bieten? Quellen wie z.B. Yahoo.news oder auch mashable.com berichteten darüber.

Wie dem auch sei, die politische Auseinandersetzung und um nichts anderes ging es eigentlich, wird jetzt bei Google weiter geführt.

Dazu Bruce Fein, vormals Oberster Justizbeamter für Präsident Reagan und ein Koalitionsmitglied ebenfalls in der HuffingtonPost: "Facebook’s concocted prissiness over political advocacy is more to be disparaged than imitated. Freedom of expression is made of sterner stuff. Google deserves applause for exposing Facebook to shame,"

Spontan fällt mir nichts ein, womit ich widersprechen könnte.

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