Alternativen zu WhatsApp – Mit Verschlüsselung

Facebook kauft sich WhatApp.

Aus Sicht von Facebook, ein idealer Deal. Kommt man so doch an einen riesigen Pool real existierender und bestätigter Mobilfunk-Nummern, die man wunderbar mit dem eigenen Profilebestand abgleichen und werbemäßig weiter verwenden kann. Dass Facebook auf diesem Weg auch noch Nachrichten mit lesen kann, die zum Teil aus gutem Grund nicht über den Facebook-Manager gesendet wurden, ist ein feiner Zusatznutzen.

Deutsche Datenschützer schlagen schon die Hände überm Kopf zusammen, da sich WhatsApp bisher dem deutschen Datenschutz fast komplett entzogen hat. Man befürchtet, dass hier nun mit den personenbezogenen Nutzerdaten richtig Kasse gemacht wird.

Aber, gibt es Alternativen zu WhatsApp? Aber sicher doch – und sogar einige, bei denen Sicherheit im Vordergrund steht. Zur Zeit ganz groß im Gespräch sind hier zwei Messenger aus der Schweiz und einer aus Russland. Aber, man darf nie vergessen, einen 100%igen Schutz der persönlichen Daten gibt es nicht und wird es auch nie geben.

 

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myEnigma

Kostenloser Messenger aus der Schweiz, mit „Ende-zu-Ende“ Verschlüsselung für Nachrichten, Gruppennachrichten und SMS. Alle Nachrichten und SMS werden auf dem Gerät des Absenders verschlüsselt und erst auf dem Gerät des Empfängers entschlüsselt. So sind die versendeten Nachrichten unterwegs nicht lesbar. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt, die Handhabnung ist intuitiv. Leider unterstützt die Oberfläche kein Wischen, so muss jedes Fenster angeklickt werden.

myEnigma für Android
myEnigma für iPhone
myEnigma für BlackBerry

threema appicona128

Threema

Ebenfalls aus der Schweiz und ebenfalls mit „Ende-zu-Ende“ Verschlüsselung, kommt der Messenger Threema. Auch hier kann niemand, außer dem Absender und dem Empfänger eine Nachricht mitlesen – auch nicht der Anbieter der App. Zu übermittelnde nachrichten werden auf den Threema-Servern nur im Arbeitsspeicher geladen und nach der Übermittlung direkt gelöscht. Die Oberfläche orientiert sich an WhatsApp und ist übersichtlich und intuitiv bedienbar. Bilder, Videos und Ortsangaben können geteilt werden. Threema ist kostenpflichtig.

Threema für Android
Threema für iPhone

telegram logoTelegram

Ein kostenloser Messenger aus Russland, mit Verschlüsselung Selbstzerstörungsfunktion für übermittelte nachrichten. Der Messenger lässt sich darüber hinaus auf mehreren Geräten nutzen. Auch hier ist die Oberfläche aufgeräumt und die Bedienung ist intuitiv. Der Messenger wirbt damit, einer der Schnellsten zu sein. In einer Beta-Version liegt auch eine Desktopversion für Windows vor.

Telegram für Android
Telegram für iPhone

Fazit: Alle drei Messenger haben Vor- und Nachteile gegenüber WhatsApp. Der mit Abstand größte Nachteil ist allerdinge die geringe Verbreitung dieser Messenger und die Unlust der meisten Anwender, WhatsApp zu verlassen und einen der alternativen Messenger zu nutzen. Da „alle Freunde und Bekannte“ ja WhatsApp nutzen, wäre man so ja von allen Informationen abgeschnitten und die Meisten kämen sich wohl „wie Aussätzige“ vor. Also, den Meisten ist die Unsichrheit ihrer persönlichen Daten wohl absolut egal.

Ich bevorzuge myEnigma, werde mir aber in den nächsten Tagen Threema etwas genauer ansehen.

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  1. #1 von Just Me am 28. Februar 2014 - 00:45

    Hey!

    Ich finde SureSport fehlt noch in der Auflistung als sicherere Alternative. SureSpot ist aktuell nicht gerade das schickeste Programm und die deutsche Übersetzung ist wohl vom google Übersetzer aber dafür ist das Programm komplett Open Source. Viele Leute behaupten ja, dass man nur komplett Open Source Programmen überhaupt vertrauen kann.
    https://www.surespot.me/

    • #2 von Dirk am 28. Februar 2014 - 11:23

      Da fehlen noch mehr brauchbare Messenger in der kurzen Auflistung. Aber das ist, wie bei den Messengern früher, für den PC. Berücksichtigt wurden meist nur die 4 Großen (MSN, AOL, ICQ, Yahoo) und über Gaim hat kaum jemand geschrieben – weil er nur von wenigen wirklich genutzt wurde.

    • #3 von Just Me am 28. Februar 2014 - 16:25

      Das stimmt natürlich. Jedoch wurde gar keine Open Source Alternative genannt und ich finde so etwas sollte immer Erwähnung finden, gerade wenn man vermeintlich sicherere Lösungen präsentiert. Denn nur bei Open Source hat man zumindest die Möglichkeit die Versprechungen der Hersteller zu überprüfen. Bei Telegram sind zwar die Clients Open Source aber der Serverpart nicht.

  2. #4 von Sylvi am 20. Februar 2014 - 22:05

    Hallo Dirk,

    ich gestehe, dass ich noch Whats App verwende und wahrscheinlich bekommt Facebook jetzt Schluckauf, weil ich dort eine fiktive Handy-Nr. angegeben habe. ;-)
    Heute habe ich mir glatt mal Threema angeschaut. Dank GooglePlay-Guthaben, war das schnell erledigt und die App gefällt mir recht gut. Statt die eigene Rufnummer einzugeben, habe ich darin eine ID-Nr. generiert und über mein E-Mail-Konto verifiziert.

    Ich habe ja bereits Mecker gelesen, worin man sich über den Preis von 1,60 € beschwert hat, aber es herrschte ja auch schon große Aufregung über den „Wucherpreis“ von 0,86 € für Whats App. :-)

    Ach ja, mal schau’n, ob sich langsam eine größere Threema-Gemeinde entwickelt – bis jetzt habe ich sage und schreibe einen (!) ganzen Kontakt, der ebenfalls diese Messenger-App verwendet.

    Lieben Gruß
    Sylvi

    • #5 von Dirk am 20. Februar 2014 - 22:21

      Ich habe zur Zeit, neben WhatsApp noch myEnigma (mit einem Kontakt) und Telegram (ohne Kontakt) auf’m Handy. Threema werde ich mir die nächsten Tage anschauen, wenn hier ein wenig Ruhe eingekehrt ist. Prinzipiell finde ich brauchbare Alternativen zu unsicheren Anwendungen nicht schlecht und die beiden schweizer Programme haben sicher richtig Potential. Ich hoffe nur, dass irgendwann die große Masse der mitlaufenen Nutzer sich gedanken über verwendung ihrer Daten macht und unsicheren Anwendungen den Rücken kehrt.

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