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Medienkompetenz – Informationen erkennen, Fakes entlarfen

Medienkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend sachkundig zu nutzen(1).

Nirgendwo wird mehr und dreister gelogen und betrogen, als bei Nachrichten und Informationen. Das ist so alt wie die Menschheit und fing irgendwo bei den ersten Erzählern an. Jeder Reporter, jede Nachrichtenagentur, Pressestelle, jeder TV-Sender, hat eine klare Ausrichtung, welche Art „News“, auf welche Weise weiter gegeben wird. Das gilt ebenso für jeden einzelnen Menschen, der „Neuigkeiten“ weiter verbreitet, sei es mündlich, oder in sozialen Netzwerken im Internet. Es ist nicht immer einfach, mit Meldungen umzugehen und hier „wahr“, von „angepasst“, von „falsch“, von „dreist gefälscht“, zu unterscheiden.

Um es einmal an Hand von Bildern zu beschreiben.

Eine Autobombe reißt 17 Menschen, den Attentäter und einen Dackel in den Tod. War es nun wirklich eine Autobombe, oder steht das Photo in einem ganz anderen Zusammenhang? Aus der nachricht alleine, geht das nicht hervor und als Leser ist man ersteinmal gezwungen, das so zu glauben. Das Photo könnte nun in jedem x-beliebigen Kriesengebiet aufgenommen worden sein. Vielleicht fehlte der Zeitung auch nur eine markannte Schlagzeile zur Auflagensteigerung und man hat im Archiv nach „was passendem“ gesucht. Hat mal so eine Meldung im Internet, macht sich wohl kaum einer die Mühe, den Text, oder das Photo, auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen. In der Regel wird die Information so genommen, geglaubt und oft unbedacht in den sozialen Medien wie Twitter, Facebook, G+, oder ähnlichen, weiter geteilt. Gerade aber bei den Photos ist es meist recht einfach zu prüfen, ob es sich nicht doch um ein Fake handelt. Ein erster Schritt wäre die Überprüfung des Photos mit der Google Bildersuche. Wurde das Photo bereits veröffentlicht, kann man hier sehen, in welchem Originalzusammenhang das Photo steht und wie oft es für welche anderen Zwecke verwendet wurde.

Wenn man nun im Internet nach dem Original-Photo(2) sucht, voraus gesetzt, es wurde bereits irgendwo mal veröffentlicht, erkennt man, dass es mit der Schlagzeile nicht wirlich was gemein hat. Diese Art der Informationsmanipulation geschieht täglich, überall auf der Welt, bei allen Nachrichtenmedien. So kann auch mal aus einem abgestürzten zivilen Hubschrauber, ein abgeschossener Militärhubschrauber in irgendeinem Kriegsgebiet werden, oder bettelnde Kinder in irgendeinem Slum werden zu Flüchtlingen nach einem Bombenangriff. Und das gilt nicht nur für Photos, auch bei Videos wird sehr oft tief in die Trickkiste gegriffen, um den Informationsgehalt an die geforderten „News-Richtlinien“ anzupassen.

Bei gesprochenem, oder geschriebenem Text, sieht es hier nicht anders aus. Interviews werden oft den Anforderungen der Sender entsprechend zurecht geschnitten. Protokolle, oder Zitate werden gerne mal zurechtgestückelt um so die vermeintlichen Kernpunkte in den Nachrichten zu plazieren. Steht eine Aussage aber nicht mehr in ihrem Kontext, kann man als Leser, oder Zuhörer also nicht mehr den eigentlichen Zusammenhang nachvollziehen. Man ist so der Meinungsmache der diversen Pressestellen ausgeliefert, weil die Rohinformationen zu den Meldungen nicht immer zur Verfügung stehen, oder nur aufwendig gefunden werden können.

Internetplattformen wie Twitter und Facebook, geraten zur Zeit ganz massiv in die Kritik, weil Fake-Nachrichten hier besonders häufig und sehr oft auch ganz gezielt gestreut werden. Es gibt massenweise Portale, auf denen jeder Nutzer seine eigenen Fakes gestalten und teilen kann. Andererseits gibt es auch genug Pressestellen, die fleißig mit der Verteilung von Fake-Nachrichten beschäftigt sind. Die Informationswelt ist schmutziger geworden und zu oft werden Nachrichten zurecht gebogen, nach dem Motto, der Zweck heiligt die Mittel. Als Nutzer sollte man hier in erster Linie nicht immer alles direkt glauben.

Nachrichten hinterfragen, Photos hinterfragen, sich selber Gedanken machen und Informationen gegen unterschiedliche Quellen vergleichen, das sollte wieder stärker in den Vordergrund treten – auch wenn es einfacher ist, sich hier auf andere zu verlassen. Und die ersten Lösungen sind schon am Start. Lösungen in Form von Programmen und verbesserten Algorithmen, die helfen sollen, Fake-Nachrichten zu entlarfen und, nach Möglichkeit, direkt zu entfernen. Es kann aber nicht das Ziel sein, immer mehr Filter Algorithmen zu entwickeln und so den Menschen noch mehr eigenständiges Denken und Handeln abzunehmen. Ziel muss es sein, den Menschen beizubringen, Inhalte im Internet eigenständig zu bewerten und zu erkennen, wie und woran man Fake Meldungen erkennt. Dieses eigenständige Denken und Hinterfragen müssen wir wohl wieder lernen.

(1) Wikipedia, Medienkompetenz, letzter Zugriff: 25.11.2016

(2) Syrien-Krieg – Die Bomben fallen wieder © AFP PHOTO/AMEER ALHALBI, letzter Zugriff: 25.11.2016

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Niemand hat die Absicht… sich Nutzerdaten zu vergolden

Moderne Messenger-VierfaltigkeitNiemand hat die Absicht…

So sagt man meist, wenn man die große Masse beruhigen will. Zugegeben, Facebook hat den Messenger nicht zugekauft, um einen lästigen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Vielmehr will man mit dessen Potential, dem riesen Pool real existierender Mobilfunk-Nummern auf den WhatsApp-Servern und, vermutlich, den Auswertungen der Nutzerverhalten und Nachrichteninhalten, über Werbevermarktung langfristig richtig Kasse machen. Das ist ein Teil der Firmenphilosophie hinter Facebook und die Nutzer sollten mittlerweile wissen, das so etwas auf sie zukommen kann.

Nun hat sich, seit der Bekanntgabe des Kaufs von WhatsApp durch Facebook, ein ein enormer Hype um „sichere Alternativen“ zu WhatsApp entwickelt. Zugegeben auch, es gibt „Alternativen“ die sicherer sind, als WhatsApp. Aber, bei genauer Betrachtung haben alle „sicheren“ Kandidaten auch ihre Schattenseiten. Bei einigen liegt der Quellcode offen, bei anderen nicht. Einige legen ein Backup der Nachrichten, im Idealfall verschlüsselt, auf den Servern ab, andere nicht. Ob und wie Telefonnummern und eMail-Adressen auf die Server hochgeladen werden, darüber schweigen sich alle aus. Das wundert, denn für die „Suche nach weiteren Nutzern des Programms“, muss es ja irgedwo eine Referenz-Datenbank geben. Oder glaubt irgendwer, dass Mobilfunknummern und/oder eMail-Adressen bei der Suche nach anderen Nutzern, mit dem Telefonbuch, oder den Gelben Seiten abgeglichen werden.

WhatsApp hat zugegebener Maßen Vorteile. Allerdings fällt mir da als einziger Vorteil nur die weitreichende Verbreitung ein. Die drei Messenger, die sich nun um den ersten Platz als „sichere Alternative“ um die Gunst der Nutzer drängen, sind, Threema, myEnigma und Telegram. Alle drei haben Potential, was niemand abstreiten kann. Aber wirklich sicher ist letztlich keines. Die große Schwachstelle ist bei Allen die Tatsache, dass niemand wirklich garantieren kann, dass die Server sicher sind und Nutzerdaten und Nachrichten weder gespeichert, noch an Dritte weiter gegeben werden. Hier liegt das Problen allerdings bei den Nachrichten, die zumindest so lange gespeichert bleiben müssen, bis der Empfänger sie bekommen hat. Nicht einmal die Tatsache, dass die Server von Threema und myEnigna in der Schweiz stehen, ist ein herausragendes Sicherheitskriterium, da die Schweiz zur Zeit darüber berät, seinen Geheimdiensten erweiterte Befugnisse beim Zugriff auf Telekommunikation einzuräumen.

Ich höre jetzt schon die WhatsApp-Verfechter und Umsteigebequemlinge geifern: „Siehste, siehste, siehste, hab ich doch immer schon gesagt. Da kann man doch direkt bei WhatsApp bleiben.“ – kann man. Man kann aber auch mit einem Sieb Wasser aus dem Teich in einen löchrigen Eimer schaufeln, um damit ein brennendes Haus zu löschen.

Im Ernst, jede Möglichkeit der verschlüsselten Nachrichtenübermittlung ist besser als das, was der derzeitige Platzhirsch bei den Messengern anbietet. Dass sich daran bei WhatsApp, durch die Übernahme durch Facebook, nichts ändern wird, dürfte klar sein. Eine „End-zu-End Verschlüsselung“ für Nachrichten und Gruppenchats, Client-Server-Client Verschlüsselung, nur temporäres speichern von Nachrichten auf den Servern und der völlige Verzicht auf eine Speicherung von Nutzerdaten, lebenslang kostenlos bei völliger Werbefreiheit, individuell konfigurierbar und nachrüstbar mit Gateway-Apps zu den jeweils anderen Messengern, verschlüsselte Anbindung an Clouddienste, verschlüsselte Schnittstelle zu Google-Kalender und zur Kaffeemaschine, kämen dem Idealfall schon recht nahe. Das alles zusammen kann aber keiner der drei Kandidaten allein für sich verbuchen. Hier bleibt nur zu überlegen, was man als Nutzer wirklich will und sich dem entsprechend das Programm, oder die Programme zu suchen.

Fakt ist doch, seit es Messenger gibt, hat es wohl noch nie jemand geschafft, alle seine Kontakte in wirklich nur einem Messenger zu versammeln. Ich erinner nur an die, jedem individuell heilige Vierfaltigkeit aus ICQ, AOL, MSN und Yahoo. Unsicher wie sonst was, aber jeder war über mindest einen dieser Messenger zu erreichen. Gut, für die Vier gibt es mittlerweile Multimessenger, so dass man statt vier, nur ein Programm installieren muss. Solange es das für WhatsApp, Threema, myEnigma, Telegram und die, die es da noch so gibt, nicht gibt, wird man sich wohl selber für mindest ein anderes Programm neben WhatsApp entscheiden müssen – denn, die große Masse entscheidet sich nicht, aus plötzlicher Angst um die eigenen Daten, diesem WhatsApp den Rücken zu kehren.

Was nun den Schutz der eigenen Daten angeht, so gilt immer noch, der nach wie vor beste Datenschutz ist der gesunde Menschenverstand. Und, die am besten geschützten Daten sind die, die erst gar nicht irgendwo zur Übermittlung eingetragen werden.

Ich für meinen Teil, habe nach wie vor meinen Multimessenger für die vier Uralt-Messengerprogramme und ich werde WhatsApp erstmal nicht deinstallieren. Ich kann und will von meinem Bekanntenkreis weder erwarten noch verlangen, dass sich jetzt alle auf eine der sogenannten „sicheren Alternativen“ einigen. Allerdings habe ich myEnigma und Telegram auf dem Smartphone, für die jenigen, die sich bereits von diesem WhatsApp los gesagt haben.

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Webmaster Friday – Blog-Steckbrief: Wer seid ihr?

Tja, was soll ich schreiben. Zu Steckbriefen fällt mir spontan das Bild ein, dass wieder irgendwer, irgendwo, für irgendwas gesucht wird. Beim Webmaster Friday geht es nun im Wochenthema vom 06.02.2014 um Steckbriefe.

Dann fang ich mal bei den Grundinfos über mich an…

2013-07-27 Picknick am RheinName: Dirk

Alter: 53 7/12tel

Beruf: Menschen etwas über IT erzählen

Hobbys: Kochen, essen, schlafen, meine Freunde und Bekannte, Geocaching

Status: Mit einem Kater zusammenlebender Single

Lieblingssprüche:
Querdenken heißt, immer wieder mal anzuecken.
Heißt aber auch, was auf den ersten Blick nicht zu uessad scheint, passend machen zu können.

Zu meinen Blogs, von denen ich zwei habe. Mein Hauptblog ist project-lev, in dem überwiegend Dinge rund um IT verarbeitet wird. Daneben habe ich noch das Blog Rheinkilometer 702, in dem meine kruden Gedankengänge ungefiltert unter die Menschheit gestreut werden. In beide Blogs fließt also überwiegend privates, teils berufliches, teils wirklich rein private Gedanken, in meine Blogs.

Die Frage, wie lange ich schon blogge, kann ich nicht beantworten. Die ersten Anfänge reichen bis 2003 zurück. Das Blog „project-lev“, entstand irgendwann aus einer IT-Weiterbildung in Berlin. Mein jüngstes Blog ist „Rheinkilometer 702“, das ich auf WordPress eingerichtet hatte, nachdem Posterous abgeschaltet wurde.

Die Hauptthemen meiner Blogs sind, wie vorher schon beschrieben, Themen rund um die IT auf „project-lev“ und ungefilterte Gedanke auf „Rheinkilometer 702“. Was da jetzt die erfolgreichsten Beiträge waren, dafür müsste ich mal in die Statistik gucken – wass ich nicht mache, weil es mich nicht interessiert.

Die Ziele meiner Blogs kann ich nicht beschreiben, da ich keine habe. Ich schreibe und wenn es jemand liest, ist es gut.

Welche anderen Blogs ich lese, kann man in meiner Blogroll sehen. Darüber hinaus ist immer das ein, oder andere Blog dabei, in das ich gerne rein lese, aber nicht in der Blogroll habe.

Soweit zu mir, meinen Blogs und dem Wochenthema beim Webmaster Friday. Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, die euch hier nicht beantwortet wurden, schreibt mich einfach an.

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