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Microsoft hat Linux-Nutzer als Zielgruppe im Visier

Funktionen aus Linux sollen zumindest schon mal Entwicklier ködern.

Mein erster Gedanke war, womit will Microsoft eingefleischte Linux-Anwender überzeugen? Was hat selbst Windows10, was Linux nicht hat?

Gut, es gibt für Windows sehr zahlreich Programme und Tools für so ziemlich fast alles. Die gibt es für Linux aber auch. zwar nicht so zahlreich, aber es gibt sie. Windows-Programme lassen sich einfach über eine meist einheitliche Setup-Routine installieren. Das geht bei Linux nicht immer so einfach, aber Linux-Nutzer können sich dafür ihre Programme und Tools nach bedarf zusammen basteln. Windows hat von Hause aus keine Office- und Grafik-Funktionalität. Bei Linux ist mit Libre-Office ein umfangreiches Officepaket und mit Gimp ein leistungsstarkes Grafikprogramm fester Bestandteil des Softwarepakets.

Datenschutz, Datensicherheit, Systemsicherheit… Linux-Nutzer lächeln hier milde und denken sich ihren Teil. Programme, die im Hintergrund so massiv Daten „nach Hause“ schicken, wie es Programme unter Windows machen, gibt es unter Linux nicht. Selbst Linux als Betriebssystem an sich, kommt hier nicht an die nahezu ungebremste Datensammelei von Windows10 ran. Bei Virenscannern können Windows-Nutzer aus dem Vollen schöpfen. Was da alles verspricht, Viren aufspüren zu können. Und gleich auch noch Trojaner und Rootkits und was es da noch alles gibt, was das System kompromittieren kann, sowas kennen Linux-Nutzer auch nur dem Namen nach.

Aber halt… Rich Turner, Manager bei Microsoft, will jetzt Linux Entwicklier und eingefleischte Linux-Nutzer mit einem Video die Windows Console schmackhaft machen. Der Versuch alleine ist schon arg ambitioniert, aber mit irgendwas kann man ja mal anfengen und, ganz wichtig, für die Zukunft wesentlich mehr versprechen. Das ist jetzt etwas, wo Microsoft ganz eindeutig die Nase vorne hat, im wesentlich mehr versprechen.

 

 

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Medienkompetenz – Informationen erkennen, Fakes entlarfen

Medienkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend sachkundig zu nutzen(1).

Nirgendwo wird mehr und dreister gelogen und betrogen, als bei Nachrichten und Informationen. Das ist so alt wie die Menschheit und fing irgendwo bei den ersten Erzählern an. Jeder Reporter, jede Nachrichtenagentur, Pressestelle, jeder TV-Sender, hat eine klare Ausrichtung, welche Art „News“, auf welche Weise weiter gegeben wird. Das gilt ebenso für jeden einzelnen Menschen, der „Neuigkeiten“ weiter verbreitet, sei es mündlich, oder in sozialen Netzwerken im Internet. Es ist nicht immer einfach, mit Meldungen umzugehen und hier „wahr“, von „angepasst“, von „falsch“, von „dreist gefälscht“, zu unterscheiden.

Um es einmal an Hand von Bildern zu beschreiben.

Eine Autobombe reißt 17 Menschen, den Attentäter und einen Dackel in den Tod. War es nun wirklich eine Autobombe, oder steht das Photo in einem ganz anderen Zusammenhang? Aus der nachricht alleine, geht das nicht hervor und als Leser ist man ersteinmal gezwungen, das so zu glauben. Das Photo könnte nun in jedem x-beliebigen Kriesengebiet aufgenommen worden sein. Vielleicht fehlte der Zeitung auch nur eine markannte Schlagzeile zur Auflagensteigerung und man hat im Archiv nach „was passendem“ gesucht. Hat mal so eine Meldung im Internet, macht sich wohl kaum einer die Mühe, den Text, oder das Photo, auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen. In der Regel wird die Information so genommen, geglaubt und oft unbedacht in den sozialen Medien wie Twitter, Facebook, G+, oder ähnlichen, weiter geteilt. Gerade aber bei den Photos ist es meist recht einfach zu prüfen, ob es sich nicht doch um ein Fake handelt. Ein erster Schritt wäre die Überprüfung des Photos mit der Google Bildersuche. Wurde das Photo bereits veröffentlicht, kann man hier sehen, in welchem Originalzusammenhang das Photo steht und wie oft es für welche anderen Zwecke verwendet wurde.

Wenn man nun im Internet nach dem Original-Photo(2) sucht, voraus gesetzt, es wurde bereits irgendwo mal veröffentlicht, erkennt man, dass es mit der Schlagzeile nicht wirlich was gemein hat. Diese Art der Informationsmanipulation geschieht täglich, überall auf der Welt, bei allen Nachrichtenmedien. So kann auch mal aus einem abgestürzten zivilen Hubschrauber, ein abgeschossener Militärhubschrauber in irgendeinem Kriegsgebiet werden, oder bettelnde Kinder in irgendeinem Slum werden zu Flüchtlingen nach einem Bombenangriff. Und das gilt nicht nur für Photos, auch bei Videos wird sehr oft tief in die Trickkiste gegriffen, um den Informationsgehalt an die geforderten „News-Richtlinien“ anzupassen.

Bei gesprochenem, oder geschriebenem Text, sieht es hier nicht anders aus. Interviews werden oft den Anforderungen der Sender entsprechend zurecht geschnitten. Protokolle, oder Zitate werden gerne mal zurechtgestückelt um so die vermeintlichen Kernpunkte in den Nachrichten zu plazieren. Steht eine Aussage aber nicht mehr in ihrem Kontext, kann man als Leser, oder Zuhörer also nicht mehr den eigentlichen Zusammenhang nachvollziehen. Man ist so der Meinungsmache der diversen Pressestellen ausgeliefert, weil die Rohinformationen zu den Meldungen nicht immer zur Verfügung stehen, oder nur aufwendig gefunden werden können.

Internetplattformen wie Twitter und Facebook, geraten zur Zeit ganz massiv in die Kritik, weil Fake-Nachrichten hier besonders häufig und sehr oft auch ganz gezielt gestreut werden. Es gibt massenweise Portale, auf denen jeder Nutzer seine eigenen Fakes gestalten und teilen kann. Andererseits gibt es auch genug Pressestellen, die fleißig mit der Verteilung von Fake-Nachrichten beschäftigt sind. Die Informationswelt ist schmutziger geworden und zu oft werden Nachrichten zurecht gebogen, nach dem Motto, der Zweck heiligt die Mittel. Als Nutzer sollte man hier in erster Linie nicht immer alles direkt glauben.

Nachrichten hinterfragen, Photos hinterfragen, sich selber Gedanken machen und Informationen gegen unterschiedliche Quellen vergleichen, das sollte wieder stärker in den Vordergrund treten – auch wenn es einfacher ist, sich hier auf andere zu verlassen. Und die ersten Lösungen sind schon am Start. Lösungen in Form von Programmen und verbesserten Algorithmen, die helfen sollen, Fake-Nachrichten zu entlarfen und, nach Möglichkeit, direkt zu entfernen. Es kann aber nicht das Ziel sein, immer mehr Filter Algorithmen zu entwickeln und so den Menschen noch mehr eigenständiges Denken und Handeln abzunehmen. Ziel muss es sein, den Menschen beizubringen, Inhalte im Internet eigenständig zu bewerten und zu erkennen, wie und woran man Fake Meldungen erkennt. Dieses eigenständige Denken und Hinterfragen müssen wir wohl wieder lernen.

(1) Wikipedia, Medienkompetenz, letzter Zugriff: 25.11.2016

(2) Syrien-Krieg – Die Bomben fallen wieder © AFP PHOTO/AMEER ALHALBI, letzter Zugriff: 25.11.2016

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Briefkasten voll – und nur Werbung drin

Was tun, gegen unerwünschte Werbung im Briefkasten

Werbung, ein Thema, bei dem sich die Meinungen spalten. Die einen finden Werbung gut, weil sie ständig auf Schnäppchenjagd sind. Andere finden Werbung im Briefkasten nicht gut, weil sie den Briefkasten verstopft und letztlich doch ungelesen im Papiermüll landet. Wieder andere finden Werbung extrem wichtig, weil sie damit ihr Geld verdienen.

Werbeblätter mit redaktionellem Inhalt, kostenlose Wochenzeitungen mit Werbeeinlagen, Parteizeitungen, Zeitungen als Werbeexemplare… Davor kann man sich nur schützen, wenn auf dem Briefkasten der Hinweis „Keine Werbung“ um den Zusatz „keine kostenlosen Zeitungen“ ergänzt wird (OLG Hamm, Urteil vom 14.07.2011, AZ. I-4 U 42/11).

Persönlich adressierte Werbung muss man hinnehmen, da die Post verpflichtet ist, diese zuzustellen. Aber auch hier kann man die Flut zum Teil eindämmen, über sogenannte Robinsonlisten, die von Verbraucherschutzverbänden, oder Verbänden der Werbewirtschaft geführt werden. In solche Liste eingetragene Postanschrift, eMail-Adresse, Telefon-/-fax-Nummer, sperrt die Einträge für werbende Unternehmen – falls sie sich freiwillig daran halten.

Eigentlich gilt in Deutschland, laut § 3,7 des Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, dass Werbzusendung und Werbeanrufe ohne vorherigen Kundenkontakt und ohne Zustimmung des Empfängers verboten sind. Das heißt für werbende Unternehmen wie Call-Center, oder Agenturen für Direktwerbung, dass sie die Empfänger ihrer Werbeaktionen immer zuerst mit einer Robinsonliste abgleichen müssen um die dort eingetragenen ausschließen zu können. Das ist zum Einen lästig, kostet Zeit und ist vielen Angestellten in Werbeagenturen und Call-Centern nicht bekannt – weil es den Angestellten (bewusst) nicht vermittelt wird.

In Deutschland werden Robinsonlisten z.B. vom Deutscher Marketing Verband (DDV), vom Interessenverband Deutsches Internet (I.D.I.) geführt.

Hat man sich in eine Robinsonliste eingetragen und bekommt dennoch ungefragt Werbung, sollte man die werbenden Absender schriftlich auffordern, die Zusendung zu unterlassen. Kommen diese der Aufforderung nicht nach, kann man die werbenden Unternehmen auch kostenpflichtig abmahnen lassen.

Ich persönlich habe meine Kontaktdaten beim I.D.I. eingetragen. Zumindest bei persönlich adressierter Werbung habe ich den (subjektiven) Eindruck, dass es wirkt. Und den letzten unerlaubten Anruf eines Call-Centers (cold call) hatte ich seit gut 4 Jahren nicht mehr.

 

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