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Datenschutz nicht anderen, oder dem Zufall überlassen

Der Schutz der eigenen Daten ist nicht nur das persönliche Recht jedes Einzelnen, es ist auch die persönliche Pflicht jedes Einzelnen – im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Ich weiß, so mancher hat nach der Überschrift beschlossen, nicht weiter zu lesen, einige haben zumindest noch den ersten Satz geschafft. Es ist leider so, dass sich die Mehrheit der Menschen nur dann für Datenschutz interessiert, wenn mal wieder bekannt wird, dass irgendein Geheimdienst irgendwelche Daten ausschnüffelt. Kaum jemand interessiert sich aber dafür, wie man die eigenen Daten, mit geringem Aufwand, selber schützen kann. Großes Fachwissen, oder Programmierkenntnisse, brauch man dafür nicht. Nur etwas gesunden Menschenverstand, evtl. eine Kanne Kaffee und etwas Zeit.

Hier, bei mir in der Stadt, gibt es eins der üblichen Einkaufscenter. Neulich stand da auch wieder ein schickes Auto, die Seitenfenster ein wenig herunter gelassen. Um das Auto herum standen einige Stehtische mit dicken Stapeln Postkarten darauf. Ich habe mir mal eine gute Stunde Zeit genommen und mir das Treiben rund um das Auto angeschaut. Menschen haben die Postkarten ausgefüllt und brav durch die Seitenfenster in das Auto geworfen. Es war ja ein Gewinnspiel und man hatte die Möglichkeit, das Auto zu gewinnen. Ok, abgesehen davon, dass man diesen Wagen nicht gewinnen kann, weil er für die Aktion nur ausgeliehen ist und danach wieder zurückgegeben werden muss, dienen allein die ausgefüllten und eingeworfenen Karten dazu, an Postanschriften, Telefonnummern und eMail-Adressen der Menschen zu gelangen. Diese Daten werden dann weiter verkauft und die Menschen, die diese Postkarten mit ihren richtigen Daten ausgefüllt haben, erhalten bald Werbe-eMails, oder Anrufe von irgendwelchen Call-Centern – mit dem Hinweis, man habe ja bei einem Gewinnspiel mitgemacht. Nun gut, bei dem Wort “Gewinnspiel”, setzt bei vielen Menschen wohl einfach der Verstand aus und sehr viele Menschen verstehen schlicht den Zusammenhang zwischen den Postkarten und eMail-Spam, oder Werbeanrufen nicht. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, diese Postkarten auszufüllen – und schon gar nicht mit den echten persönlichen Daten.

Weiter… Viele Menschen haben einen Account, ein Konto, bei irgendeinem sozialen Netzwerk, sei es Facebook, Google+, Twitter, Yahoo, oder Ähnliches. Jede dieser Plattformen hat einen Bereich, in dem persönliche Daten angegeben werden können. Je mehr, um so besser soll, nach Angaben der Plattformbetreiber, die soziale Vernetzung klappen. Jetzt mal im Ernst, was hat fremde Menschen zu interessieren, in welcher Stadt man gelebt hat und heute lebt, auf welche Schule(n) man gegangen ist, wo man früher mal gearbeitet hat und heute noch arbeitet, ob und wenn ja, in welcher Beziehung man zu wem auch immer steht, wenn ja, wie viele Kinder, Enkel, oder sonstige Anverwandte man hat – und wie die alle heißen, wo die wohnen, lernen, arbeiten? Warum sollte es für fremde Menschen interessant sein, welche Religion, politische Ansicht, Lieblingsfilme, Lieblingsbücher, Lieblingsmusik man hat? Was hat fremde Menschen zu interessieren, wie viel “Freunde” man hat und wen überhaupt. Richtig, das hat fremde Menschen einen Scheiß zu interessieren. Hier fängt der Schutz persönlicher Daten schon da an, wo man eben mal nichts einträgt.

Inhalte im Internet, gerade auf sozialen Netzwerkplattformen, sind zur Unterhaltung gedacht – und dazu, sie mit anderen zu teilen. Das soll ja auch Spaß. Es gibt aber Inhalte, die zum Teilen nicht wirklich geeignet sind. So haben, z.B. die Fotos der Kinder, oder Enkelchen, nichts im Internet zu suchen. Statusmeldungen wie, “Sommer, Sonne, Drinks am Pool, wir sehen uns in 10 Tagen wieder.”, sind zwar lustig, wirklich interessant aber eigentlich nur für den Berufszweig der Mitternachtsschlosser, die dann gerne mal auf einen kurzen Besuch vorbei kommen.

Spiele auf einer der sozialen Netzwerkplattformen stammen in der Regel von Drittanbietern, die oft über einen Kooperationsvertrag mit den Daten der Spielenden versorgt werden. Dadurch werden, z.B. bei Facebook, automatisch die eMail-Adresse weitergegeben und der Spieleanbieter erhält Zugriff auf die “Freundesliste” und meist auch auf die persönlichen Profildaten. Sollte sich, was sehr oft vorkommt, hinter einem Spiel ein Schadprogramm verstecken, das auf diesem Weg einen Trojaner los werden, oder viral vertreiben will, fällt es meist auf fruchtbaren Boden, sprich, es findet nicht nur eMail-Adressen zu Hauf, sondern wird von vielen Menschen gerne noch aktiv weiter geteilt. Gleiches gilt für Videos, die dann aus dubiosen Quellen in der eigenen Chronik landen. Weil diese ja “so lustig” sind, werden sie gerne mit allen Freunden geteilt, ohne zu wissen, dass diese Videos sich auch ohne Zutun durch die gesamte Kontaktliste/Freundesliste fressen, weil man meist vor dem Teilen der Videos erst noch den Zugriff auf das eigene Profil erlauben soll. Hier werden diese Videos dann “viral”.

Wie kann man sich nun selber schützen und welche Möglichkeiten hat man selber in der Hand? Zum Einen, die am besten geschützten Daten sind die, die man gar nicht erst preis gibt. Weder auf Gewinnspielpostkarten, noch im sozial Netzwerk-Profil einträgt. Die Daten, die man eintragen muss, z.B. die Handynummer, wenn man für eine Plattform die Zwei-Wege-Authentifizierung nutzt, sollte nur für einen selber sichtbar sein. In der eigenen Chronik/Timeline, sollte nur man selber das Recht haben, Inhalte zu posten. Andere sollten nur kommentieren dürfen. Die eMail-Adresse für die unterschiedlichen Plattformen im Internet sollte sich immer von der privat genutzten eMail-Adresse unterscheiden – gleiches gilt für die verwendeten Passwörter. Sollte mal wieder ein Server bei irgendeinem Anbieter gehackt werden, lässt sich so die Gefährdung, dass gleich alle persönlichen Konten betroffen sind, eingrenzen.

Karte - Hackerangriffe (Kaspersky)

Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Karte der Echtzeitbedrohungen, bereitgestellt von Kasparsky. Rund um den Erdball finden in jeder Sekunde Hackerangriffe statt. Dessen sollte man sich bewusst sein und man sollte nie denken, dass es einen selber ja nie treffen kann. Das Gegenteil ist der Fall. Um z.B. an eMail-Adressen zu gelangen, wird sich kein Hacker auf der Welt die Mühe machen, private Internetanschlüsse zu hacken. Einfacher und lukrativer ist es da, die Server von Microsoft, Facebook, Yahoo, oder die Maildienste wie web.de, GMX, Googlemail zu hacken. Hier kann man dann die Adressen, meist incl. weiterer persönlicher Daten, abgreifen und zum Verkauf, oder direkt zum Missbrauch weiter verwenden. So kann man dann versuchen, über eine eMail mit Anhang, einen Trojaner auf die PCs zu schicken. Es wird immer jemanden geben, der einen Anhang ohne nachzudenken anklickt und so den Trojaner auf dem eigenen Gerät installiert. Es wird auch immer jemanden geben, der dumm genug ist, Videos, oder Spielen in sozialen Netzwerken, den vollen Kontozugriff  zu erlauben und diese dann mit allen Kontakten teilt. Da kann man noch so oft schreiben und sagen, das tut man nicht, das ist böse; es passiert leider viel zu oft.

Es ist nur ein klein wenig Aufwand nötig, die eigenen Daten zu schützen, aber der Aufwand lohnt sich – und das kann wirklich jeder.

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Virus-Videos verbreiten sich rasant auf Facebook

Achtung: Fake-Videos auf Facebook

Zur Zeit werden auf Facebook wieder vermehrt Videos gepostet, die Trojaner installieren können.  Das Fatale an diesen Videos ist, dass sie personalisiert sind, also vermeintlich von Freunden verschickt werden, wobei zusätzlich noch ettliche weitere Freunde getaggt sind. So werden diese Videos auf den ersten, meist flüchtigen Blick, nicht direkt als gefährlich erkannt. Die Methode ist nicht wirklich neu, sie wurde zuletzt bei diversen Porno-Videos eingesetzt. Neu ist allerdings die umfangreich angewandte Personalisierung, die die Videos als beinahe täuschend echt als „von Freunden stammend“ erscheinen lassen.

Diese Videos sind mit einem Link verbunden, der im Hintergrund unbemerkt Schadsoftware nachladen kann, oder sich im Hintergrund einnistet um Suchanfragen umzuleiten, Popup-Fenster zu öffnen, oder Zugangsdaten protokolliert.

Erkennen kann man diese Videos eigentlich recht einfach, wenn man sich die Mühe macht, sich den Post erst einmal anzuschauen. Meist steht einfach nur „Video“ in dem Post, oder, „Bist du das?“, „Schau mal, hab ich eben von ‚XY‘ bekommen“, oder ähnliches. Man sollte auch schauen, wer bei den getaggten Personen mit aufgeführt ist und ob man diese überhaupt kennt. Ganz wichtig ist allerdings, diese Videos nicht einfach blind weiter zu teilen.

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Worüber deine Freunde sprechen

Facebook testet mal wieder neue Funktionen. Diesmal, wie fördert man Gespräche.

Anscheinend kommentieren wir zu wenig, aus Sicht von Facebook. Wohl deshalb testet Facebook eine neue Funktion in den News Feeds, „Worüber Freunde sprechen“, in einem kleinen Nutzerkreis. In der Android mobil App, zeigte Mashable bereits, wie die neue Funktion aussieht.

n einem eigenen Abschnitt des News Feeds werden gesammelte Kommentare der Freunde angezeigt und dazu, wie oft diese Beiträge von anderen kommentiert wurden. Das Ziel ist eindeutig, Facebook will, dass Freunde mehr miteinander kommunizieren – auf Facebook.

Facebook testet öfter mal neue Funktionen mit einem kleinen Nutzerkreis. Es bleibt abzuwarten, ob diese wirklich mal groß ausgerollt wird. Im Sommer wurde so z.B. die Funktion getestet, Posts und Kommentare von Familie und Freunden bevorzugt anzuzeigen, damit der Nutzer direkt kommentieren kann, ohne die Posts einzeln aufrufen zu müssen.

Mich persönlich reißt Facebook schon lange nicht mehr vom Hocker. Daran wird auch die die Funktion „Worüber Freunde sprechen“ nichts ändern.

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