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Facebook will Zentralverwalter für alle Passwörter werden

Gib uns alle Deine Passwörter und wir verwalten sie für Dich. Sicher. So stellt sich Facebook die Zukunft der Passwörter vor. Sicher. Und es soll auch niemand, außer Facebook und dem jeweiligen Anwender, an die Passwörter dran kommen. Jo secher dat. 

Passwort vergessen? Kennt sicher jeder und ist sicher schon jedem mal passiert. In der Regel klickt man dann auf den Link „Passwort vergessen?“ und lässt sich entweder das Passwort an die hinterlegt eMail-Adresse zusenden, oder das Passwort zurück setzen. Geht es nach den jüngsten Plänen von Facebook, soll das bald Vergangenheit sein und der Anwender kann sich immer über seinen Facebook-Account an den jeweiligen Konten anmelden. Vorausgesetzt, alle Passwörter werden Facebook übermittelt. Und Facebook passt so gut darauf auf, dass außer dem Anwender niemand anderes an die hinterlegten Passwörter dran kommt. Klingt doch eigentlich fein. Kein lästiges Passwörter merken mehr. 

Problematisch ist hier nicht die zentrale Verwaltung von Passwörtern an sich. Im Grunde gibt es ausreichend Passwortmanager, z.B. als Browser App, separate Programme, oder als Smartphone App. Wer sich hier ein wenig umschaut, wird schnell die Qual der Wahl haben – und man sollte sich bei den unterschiedlichen Lösungen wirklich ausreichend Zeit zum Testen nehmen. Problem ist das Vorhaben von Facebook, einzige und alleinige Verwaltungsstelle für alle Passwörter werden zu wollen. Auch wenn der ganze Vorgang noch so stark verschlüsselt und anonymisiert abläuft, ist nicht ausgeschlossen, dass irgendwer dann bei Facebook an die Passwörter gelangt und mit diesen hantiert. Denn gerade Facebook ist dafür bekannt, alles, aber auch wirklich alles an Daten zu sammeln, an die man, wie auch immer, gelangen kann.

Wer viele und unterschiedliche Passwörter nutzt, sollte als besser zu einer Passwortmanager-Lösung greifen, die im Idealfall noch OpenSource ist – oder, man nutzt die gute, alte Kladde.

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Europäischer Datenschutztag

Europäischer Datenschutztag, 28.01.2014

„Ziel des Europäischen Datenschutztages ist es, die Bürger Europas für den Datenschutz zu sensibilisieren. Dies soll durch Aktionen aller mit dem Datenschutz betrauten Organisationen erfolgen.“ Quelle: Wikipedia

So viel zur Idee, die hinter diesem Tag steckt. Wenn ich mir die Situation in Deutschland anschaue, wo die Regierungs-Koalition (CDU/CSU) massiv auf eine verstärkte Vorratsdatenspeicherung drängt und eine vehemente Verfechterin dieser verschärften Vorratsdatenspeicherung (Andrea Voßhoff) als oberste Datenschützerin einsetzt, kann man absehen, in welche Richtung der Datenschutz in Deutschland geht.

Aber, es ist nicht nur die aktuelle Politik, die mir hier Sorgen bereitet. Der Umgang leider viel zu vieler Menschen, mit ihren persönlichen Daten, macht Deutschland, in meinen Augen, zu einem Paradies für Datensammler. Die Einstellung leider viel zu vieler Bundesbürger gegenüber der Datensammelwut, welcher Organisation auch immer, machen die Unterzeichnerzahlen zweier aktueller Petitionen deutlich – und ich weiß nicht, was mich daran am Meisten ängstigt.

  • Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!
    226.578 Unterschriften
    Quelle: openPetition.de, 28.01.2014
  • Vorratsdatenspeicherung im Bundesrat verhindern!
    37.159 Unterstützer
    Quelle: change.org, 28.01.2014

An der Sensibilisierung für den Datenschutz, muss in Deutschland also noch viel getan werden – leider.

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Google Cookie umgeht Datenschutzeinstellungen

DIN 4844-2 Warnung vor einer Gefahrenstelle

Google spioniert auf PC und Android Handy

Laut einem Bericht des Wall Street Journals (WSJ) spioniert Google das Surfverhalten von Anwendern aus, die im Internet mit Safari Browser, oder Internet Explorer surfen. Mit Hilfe speziell angepasster Codes wurde dafür die Datenschutzfunktion des Safari Browsers ausgetrickst, um ein Cookie installieren zu können, das das surfverhalten an Google überträgt.

Angeblich soll Google den fraglichen Code inzwischen wieder entfernt haben, woran ich persönlich nicht glaube.

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