*Diese Nachricht wird sich in 5 Sekunden selber zerstören* – oder so.

Nachrichten und Gruppenchats mit Verfallsdatum beim Signal Messenger.

Es ist schon viel drüber geschrieben worden, seit der Ankündigung am 11. Oktober 2016, aber man kann es bei diesem kostenlosen Messenger nicht oft genug an die Öffentlichkeit bringen. Schließlich steht, von der Konzeption, bis zum fertigen Messenger und dem Denken in die Zukunft, alles im Zeichen der Sicherheit und des Datenschutzes. Das musste z.B. auch das FBI erfahren, die mit einer Anordnung des US-Bundesbezirksgerichts in Virginia ins Haus, die den Anbieter zur Herausgabe von Nutzerdaten und zudem zur absoluten Geheimhaltung („gag order“) verpflichtet hatte, an Verbindungsdaten „und alles, was sonst noch geschrieben wurde“ herankommen wollten. Open Whisper Systems, von denen der Messenger stammt, konnte keine Daten liefern, weil es einfach keine Daten gab.

Das „neue“ Feature ist eigentlich ein „altes“, Nachrichten und Chats mit Verfallsdatum. Wer Smapchat nutzt, kennt das bereits. Nun können auch bei Signal Messenger Nachrichten und ganze Chats mit einer Ablaufzeit versehen werden. Der Count-down, von 5 Sekunden, bis zu einer Woche, beginnt in dem Moment, wo der Empfänger die Nachricht öffnet und liest.

Das das jetzt kein modischer Schnörkel ist, macht Open Whisper Systems in seinem Blogbeitrag deutlich. Dem Unternehmen geht es nicht um krachende Effekte, sondern um die Übersichtlichkeit bei Nachrichten, indem alles Unnötige per Verfallsstempel automatisch aus den Nachrichten und Chatverläufen gelöscht werden kann.

Disappearing messages are a way for you and your friends to keep your message history tidy. They are a collaborative feature for conversations where all participants want to automate minimalist data hygiene, not for situations where your contact is your adversary — after all, if someone who receives a disappearing message really wants a record of it, they can always use another camera to take a photo of the screen before the message disappears.

Und, unnötige Nachrichten, wie, „Hey, wie geht’s?“, „Ok“, „mach ich“, oder, „dito“, kennt wohl jeder und gerade bei Gruppenchats kann dadurch schnell eine wichtige Information weit in den Hintergrund rücken. Wenn solche nachrichten also nach kurzer Zeit von selber verschwinden, bleibt der Nachrichtenverlauf, oder der Gruppenchat übersichtlich. Datenhygiene ist hier also kein Modewort, sondern ein, meines Erachtens, sinnvolles Feature.

Alles in Allem ist der Signal Messenger, in meinen Augen, die sinnvollste und mit Abstand sicherste Alternative zu Whatsapp. Es spricht wirklich nichts dagegen, diesen Messenger auszuprobieren und im eigenen Bekanntenkreis weiter bekannt zu machen. Zumal der Messenger kostenlos ist und nutzbar auf Android, iOS, sowie auch als Desktop-Client für Chrome, oder Chromium.

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