Virenschutz am PC – und nu?

Immer wenn Stiftung Warentest und TÜV irgendwas testen, beschleicht mich die Frage, wie teuer es wohl für den Testprimus geworden ist. Zu oft weichen die Testergebnisse von einschlägigen Fachtests ab und Konsumenten bleiben verunsichert zurück, weil sie mit den Empfehlungen nichts anfangen können.

Diesmal hat sich die Stiftung Warentest wieder einmal Antiviren-Software für Windows PCs vorgenommen. Um ein Fazit vorweg zu nehmen, eindeutig ist auch bei Stiftung Warentest nur, dass der Windows Defender nur unzureichenden Schutz bietet, aber für den Anfang mal besser als gar kein Schutz ist. 

Alle Tests sind so unterschiedlich und vielschichtig, wie die Intentionen der testenden Institute und die Interessen der jeweiligen Zielgruppe. Meist sind die jeweiligen Tests nur bei den Totalausfällen untereinander einig. Bei den jeweiligen Testsiegern sieht das dann etwas anders aus. Aus der Masse der zu testenden Produkte werden auch in der Regel immer einige Kandidaten ausgesucht, die bestimmt nicht von der Konkurrenz mit getestet werden. Wirklich unabhängige Tests, zumindest der Top 25 der zu testenden Produkte, die für alle Tester im laufenden Jahr verbindlich festgelegt werden könnte, finden auch nicht statt. Der normale Anwender hat hier leider nur den Weg ins Internet, um sich unterschiedlich Testquellen selber zu erschließen und diese gegen andere Testergebnisse zu vergleichen. 

 

Virenscannertests 2017:
Da die Tests der Stiftung Warentest nur für registrierte Nutzer einsehbar ist, wird ein Link hier nicht aufgeführt.

 

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Facebook will Zentralverwalter für alle Passwörter werden

Gib uns alle Deine Passwörter und wir verwalten sie für Dich. Sicher. So stellt sich Facebook die Zukunft der Passwörter vor. Sicher. Und es soll auch niemand, außer Facebook und dem jeweiligen Anwender, an die Passwörter dran kommen. Jo secher dat. 

Passwort vergessen? Kennt sicher jeder und ist sicher schon jedem mal passiert. In der Regel klickt man dann auf den Link „Passwort vergessen?“ und lässt sich entweder das Passwort an die hinterlegt eMail-Adresse zusenden, oder das Passwort zurück setzen. Geht es nach den jüngsten Plänen von Facebook, soll das bald Vergangenheit sein und der Anwender kann sich immer über seinen Facebook-Account an den jeweiligen Konten anmelden. Vorausgesetzt, alle Passwörter werden Facebook übermittelt. Und Facebook passt so gut darauf auf, dass außer dem Anwender niemand anderes an die hinterlegten Passwörter dran kommt. Klingt doch eigentlich fein. Kein lästiges Passwörter merken mehr. 

Problematisch ist hier nicht die zentrale Verwaltung von Passwörtern an sich. Im Grunde gibt es ausreichend Passwortmanager, z.B. als Browser App, separate Programme, oder als Smartphone App. Wer sich hier ein wenig umschaut, wird schnell die Qual der Wahl haben – und man sollte sich bei den unterschiedlichen Lösungen wirklich ausreichend Zeit zum Testen nehmen. Problem ist das Vorhaben von Facebook, einzige und alleinige Verwaltungsstelle für alle Passwörter werden zu wollen. Auch wenn der ganze Vorgang noch so stark verschlüsselt und anonymisiert abläuft, ist nicht ausgeschlossen, dass irgendwer dann bei Facebook an die Passwörter gelangt und mit diesen hantiert. Denn gerade Facebook ist dafür bekannt, alles, aber auch wirklich alles an Daten zu sammeln, an die man, wie auch immer, gelangen kann.

Wer viele und unterschiedliche Passwörter nutzt, sollte als besser zu einer Passwortmanager-Lösung greifen, die im Idealfall noch OpenSource ist – oder, man nutzt die gute, alte Kladde.

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WhatsApp schaltet demnächst automatisch die Kamera ein

WhatsApp ist bekannt dafür, alle Nas‘ lang Neues zu verbreiten. Ob man das jetzt brauch, oder nicht. So kommt bald die Option, den jeweiligen Standort seinen Freunden direkt mitzuteilen und, wenn man die Funktion nicht ausschaltet, WhatsApp und damit Facebook zu ermöglichen, jederzeit zu sehen, wo man sich gerade aufhält. (Das ist kein Fake)

Wer die Angewohnheit hat, beim versenden von Text-, oder Sprachnachrichten in der Nase zu popeln, dürfte wohl ungewollt die Lacher auf seiner Seite haben. WhatsApp schaltet bald automatisch die Kamera ein. Damit wird es dem jeweiligen Gegenüber möglich, den Chatpartner direkt beim Eingeben der Nachrichten zu sehen. Bei der Eingabe von Sprachnachrichten z.B. können so Nasenhaare gezählt, oder das vorherige Essen an den Rückständen zwischen den Zähnen erraten werden. Wer das nun nicht möchte, hat dann die folgenden Möglichkeiten:

Bei der Eingabe von Nachrichten

Mit einem Finger die Frontkamera zu halten.

Ein Pflaster über die Frontkamera zu kleben.

Ein Handtuch um den Kopf wickeln.

Einen Dummen suchen, der die Nachrichten tippt / aufspricht.

Nach der Eingabe von Nachrichten

Auf Facebook alles dementieren.

Am Busbahnhof mit einem Schild ‚rum laufen mit der Aufschrift: „Ich war das nicht!“.

In ein Land ausreisen, das an kein anderes Land ausliefert.

Ihr könnt auch einfach WhatsApp deinstallieren und in Zukunft Postkarten verschicken. Für die Jüngeren: „Postkarten sind meist rechteckige Karten, in der Regel aus Karton (ähnlich dem Material der Speisekarte bei eurem Pizzadealer, nur kleiner), die als offen lesbare Mitteilungen (Datenschutzstandart in der Steinzeit der Kommunikation) per Post (proprietärer Message Provider) verschickt werden. Postkarten wurden postamtlich am 01.10.1869 mit der Bezeichnung „Correspondenzkarte“ eingeführt.“

Und jetzt könnt ihr alle wieder mit Luft anhalten aufhören und entspannt weiter atmen. An den Essensresten zwischen den Zähnen lässt sich selbstverständlich nicht (immer) das letzte Essen erraten..

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